Azmina, Team Upendo
- 11. Okt. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 12. Okt. 2025

Azmina habt ihr bereits im Post vom 29.04.25 etwas kennengelernt. Damals kannten wir sie selbst noch nicht sehr gut, weshalb sich auch ihr Therapiefokus seither etwas verändert hat.
Wie gesagt leidet sie an einer Missbildung des rechten Unterarms und Unterschenkels. Dennoch kann sie den Arm sowie das Bein im Alltag sehr gut einsetzen und hat sich jegliche Strategien angeeignet, um die Fehlbildung zu kompensieren. Deshalb sind für uns der Arm und das Bein nicht mehr primär im Fokus der Therapie. Die Fehlbildung wird immer so bleiben und kann durch Therapie nicht wirklich beeinflusst werden.
Doch was ist denn nun ihr Therapiefokus?
Wie erwähnt, hat sie aufgrund der Beinmissbildung eine Beinlängendifferenz, wodurch sich sekundär eine Skoliose entwickelt hat. Das bedeutet, dass sich die Wirbelsäule seitlich krümmt. Auch wenn sie aktuell damit keine Beschwerden hat, können solche später vorzufinden sein. Das Therapie Hauptaugenmerk liegt nun bei der Aufhaltung und Verlangsamung der Skoliose Entwicklung. Das bedeutet konkret die verkürzte Seite der Wirbelsäule zu dehnen und die verlängerte Seite zu stärken. Natürlich ist es schwierig in einer kurzen Therapiezeit etwas "gut zu machen", was sie den ganzen Tag, bedingt durch die Beinlängendifferenz, "falsch" macht. Deshalb wären angepasste Schuhe zum Ausgleich der Beinlängendifferenz wichtig.
Leider kommen wir hier einmal mehr an die Ressourcengrenze von Tanzania, wo solche Spezialschuhe nur schwer zu beschaffen sind. Da auch die Zehen grosse Missbildungen aufweisen, müsste der Schuh perfekt angepasst werden, um Komplikationen wie Druckstellen zu vermeiden. Was es unabhängig der Ressourcen zusätzlich schwierig macht, ist die oft fehlende Compliance der Eltern. Auch wenn wir vielleicht einen passenden Schuh herstellen könnten, ist die Chance gross, dass dieser in irgendeiner Ecke verstaubt. Dies weil die Eltern häufig die Wichtigkeit solcher Hilfsmittel nicht verstehen und somit den Kindern erlauben diese wegzulassen, sobald sie etwas unangenehm werden. Dies hat leider auch die jahrelange Erfahrung von Ellen aus More Africa gezeigt. Deshalb haben wir uns entschieden Kosten und Aufwand für eine geringe Chance auf Erfolg zu sparen, und uns auf die Therapie zu konzentrieren.
Da es bei Azmina also mehr um Erhalt und Verlangsamung des Prozesses geht, haben sich bisher keine grossen objektiven Veränderungen seit Therapiebeginn gezeigt.



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